Wir sind eine Nachbarschafts-Initiative

Kein Eselsweg mehr vor der Haustür? Das ist für uns nicht vorstellbar. Wo sollen wir spazieren, mit den Kindern Hütten bauen, den Hund ausführen?  Was wird in heißen Sommern mit dem Stadtklima passieren? 
Nach den ersten Presseberichten zum Ausbau der Kasernenausbau der Dr.-Leo-Löwenstein Kaserne kam die Empörung: so geht das doch nicht!  Da müssen wir was tun. 
In vielen Gesprächen mit Nachbarinnen und Freunden wurde klar: Damit sind wir nicht allein. Viele Anwohnende wollen die Bebauung nicht hinnehmen. So beschlossen wir, die betroffenen Menschen zusammen zu holen. Was lag da näher als ein Nachbarschaftstreffen. Also sprachen wir mit Akteuren vom Gut Branderhof – auch denen war klar: der Eselsweg muss bleiben und stellten die Vereinsräume zur Verfügung. 
Wir erstellten eine Einladung, druckten ein paar davon und los ging es. Kaum verteilt,  meldeten sich erste Nachbarn, kopierten weitere Einladungen, verbreiteten die Idee in den umliegenden Schulen und Kitas. Auch im Frankenberger Viertel fanden sich Menschen, die die Werbetrommel rührten. So kamen im Oktober 200 Menschen zusammen, um Aktionen und Protest zu planen. 
Heute sind über 900 Menschen in  Signal Messenger Gruppen  und in 10 Arbeitsgruppen organisieren sie Petitionen, Briefe an Verantwortliche, Social Media Beiträge, Infomaterial, öffentliche Protestaktionen, Kontakt zur Presse, Vernetzung mit anderen Gruppen und vieles mehr. Wo viele zusammenkommen, gibt es viel Wissen. Jede Person bringt Kompetenzen mit, die gebraucht werden. 
Und auch Menschen mit nur wenig Zeitressourcen finden Platz: ein paar Flugblätter ausdrucken und nach Nachbarn weitergeben, ein Plakat im Fenster aufhängen oder bei einer Veranstaltung Infomaterial austeilen. Jeder und Jede kann sich zusammen mit uns für den Eselsweg einsetzen. Auch du! Erzähl deinen Nachbarn von uns, komm in eine der Arbeitsgruppe oder erzähl uns von deiner Idee für die Rettung des Eselsweg.